Wittingen

Städtebauförderung


Im Zuge der Aufnahme von Teilen der Wittinger Innenstadt in die Städtebauförderung ist es notwendig gewesen, ein Sanierungsgebiet auszuweisen. Entsprechende städtebauliche Mängel und Missstände wurden im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept bzw. den vorbereitenden Untersuchungen festgestellt. Die Sanierungssatzung für das Gebiet „Innenstadt Wittingen“ wurde vom Rat der Stadt Wittingen in seiner Sitzung am 30.10.2019 beschlossen und im Amtsblatt für den Landkreis Gifhorn am 29.11.2019 veröffentlicht. Die Sanierungssatzung „Innenstadt Wittingen“ ist somit in Kraft getreten. Die Satzung kann während der Dienstzeiten im Rathaus Wittingen, Bahnhofstraße 35 29378 Wittingen oder hier eingesehen werden. Das Sanierungsgebiet bildet gleichzeitig das Fördergebiet für die Revitalisierung der Wittinger Innenstadt.

Die Aufnahme von Teilen der Wittinger Innenstadt erfolgte in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Seit dem 01.01.2020 gibt es in der Städtebauförderung neue Programme. Hier wird die Einordnung der „Innenstadt Wittingen“ voraussichtlich in das Programm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ erfolgen.

Um die Revitalisierung weiter vorzubereiten, wird in diesem Jahr für das Fördergebiet ein sogenannter Rahmenplan aufgestellt werden, welcher sich u. a. mit den Themen der städtebaulichen Struktur, Verkehr, der öffentlichen Räume und einem Entwurf einer Gestaltungssatzung befassen wird. Hierbei sollen auch erste Entwürfe für die geplanten städtischen Tiefbaumaßnahmen, wie die umfassende Sanierung der Junkerstraße erarbeitet werden (konkret: Wie soll die Junkerstraße nach der Sanierung aussehen?). Die Erarbeitung des Rahmenplans wird unter Beteiligung der Bürger/Innen stattfinden. Die Stadt Wittingen wird hierzu zu gegebener Zeit einladen.

Der Rat der Stadt Wittingen hat zudem in seiner Sitzung am 30.01.2020 die Modernisierungsrichtlinie nach Nr. 5.3.3 der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung städtebaulicher Erneuerungsmaßnahmen (Städtebauförderungsrichtlinie – R-StBauF-) für das Sanierungsgebiet „Innenstadt Wittingen“ beschlossen.

Für das Jahr 2020 stehen Fördermittel in Höhe von 250.000 € für die Umsetzung privater Maßnahmen zu Verfügung. Gemäß Modernisierungsrichtlinie wird die Stadt Wittingen jährlich über die Höhe der Fördermittel für private Maßnahmen, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und der Städtebauförderungsmittel, entscheiden. Die Städtebauförderungsmittel für private Maßnahmen setzen sich aus Mitteln des Bundes, des Landes Niedersachsen und der Stadt Wittingen zusammen. Fördermittel können Eigentümer von Grundstücken bzw. Immobilien im Sanierungsgebiet erhalten, sofern das Gebäude von Seiten des Nds. Ministeriums für Umwelt, Energien, Bauen und Klimaschutz als das Stadtbild prägend anerkannt wurde oder sofern die Modernisierung gewerbliche Räumlichkeiten betrifft. Ob Ihr Gebäude als das Stadtbild prägend anerkannt wurde, erfahren Sie bei der Stadt Wittingen (Fr. Puskeiler, Tel.: 05831/26-143, s.puskeiler@wittingen.eu).

Die Modernisierungsrichtlinie kann hier eingesehen werden. Bitte berücksichtigen Sie, dass eine Förderung nur gewährt werden kann, wenn Sie vor Beginn der Maßnahme einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt Wittingen abschließen. Näheres zu den Fördervoraussetzungen entnehmen Sie bitte der Modernisierungsrichtlinie.   
 



Im September 2016 hat das Büro Ackers Partner Städtebau, Braunschweig im Auftrag der Stadt Wittingen mit der Durchführung von vorbereitenden Untersuchungen in der Innenstadt Wittingen und dem innerörtlichen Versorgungsbereich Knesebeck sowie der Erarbeitung eines integrierten gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes begonnen. Mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, u. a. in den durchgeführten Lokalen Werkstätten, wurde das Konzept erarbeitet und die Untersuchungen durchgeführt.

Der Rat der Stadt Wittingen hat sich in seiner Sitzung am 29.05.2017 mit dem ISEK und den Ergebnisberichten befasst und allen dreien zugestimmt. Für den Bereich der durchgeführten vorbereitenden Untersuchungen in Wittingen wurde fristgerecht zum 01.06.2017 ein Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung, Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gestellt. Für Knesebeck sowie die Ortschaften Wunderbüttel, Eutzen, Hagen-Mahnburg und Vorhop-Transvaal soll ein Antrag auf Aufnahme in das „Dorfentwicklungsprogramm“ gestellt werden.

Nachfolgend finden Sie die Präsentationen und Ergebnisvermerke der Auftaktveranstaltung sowie der ersten und zweiten Lokalen Werkstätten in Knesebeck und Wittingen. Ebenfalls können Sie das erarbeitete ISEK und die Ergebnisberichte der vorbereitenden Untersuchungen einsehen.
 

Ergebnisvermerke und Präsentationen: